Denis Mukwege Kompetenzzentrum

In der Demokratischen Republik Kongo werden Frauen systematisch vergewaltigt. Die Justiz und die Politik unternehmen nichts, ohne Unterstützung passiert gar nichts. Kirchliche und zivilgesellschaftliche Menschenrechtsaktivisten kämpfen seit Jahren dafür, dass sexuelle Gewalt im Kongo geahndet wird. Ein neues Kompetenzzentrum soll nun die Gewaltursachen erforschen, Frauen aus- und weiterbilden sowie Frieden und Stabilität im Südkivu, im Kongo und weltweit fördern.

Kompetenzzentrum für Frauen und ihre Rechte

Interdisziplinäres Zentrum an der Evangelischen Universität in Bukavu

Denis Mukwege im Panzi-Krankenhaus in Bukavu. Foto: Torleif Svensson
Denis Mukwege im Panzi-Krankenhaus in Bukavu. Foto: Torleif Svensson

„Engel von Bukavu“ – so nennen ihn die Frauen, die im Panzi-Krankenhaus Behandlung suchen. Dort hat Dr. Denis Mukwege seit den 1990er Jahren Tausende von Mädchen und Frauen behandelt, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind. Seit fast 20 Jahren begleitet das Difäm die medizinische und menschenrechtliche Arbeit von Denis Mukwege.

Im Jahr 2018 wurde er für seinen Einsatz gegen sexuelle Gewalt mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. "Dieser Preis ist eine Aufforderung an die Menschheit, diesem Leid ein Ende zu setzen“, betont der 63-jährige Gynäkologe bei der Preisverleihung in Oslo. Und er fordert einen Globalen Fonds einzurichten, um Opfer sexueller Gewalt in kriegerischen Konflikten zu entschädigen. Außerdem müssten die Verantwortlichen vor Gericht gebracht werden.

Fürsprecher für Frauenrechte, Frieden und Gerechtigkeit

Dr. Mukwege ist nicht nur führender Spezialist in seinem medizinischen Feld – schwere Verletzungen, die vor allem durch sexuelle Gewalt verursacht werden. Er ist auch Fürsprecher für die Rechte von Frauen und Mädchen, für Frieden und Gerechtigkeit. Damit sich wirklich etwas für die Frauen im Kongo ändert, hat er ein Kompetenzzentrum für Frauen und ihre Rechte an der Evangelische Universität in Afrika (UEA) in Bukavu angeregt. Im November 2018 nahm das Kompetenzzentrum Denis Mukwege (Centre d’exellence Denis Mukwege) seinen Betrieb auf.

Forschung, Ausbildung und Veränderung

Das interdisziplinäre Zentrum soll die Umstände der Gewalt gegen Frauen im Kongo näher beleuchten, dokumentieren und Wege aus der Gewalt suchen. Frauen sollen ausgebildet werden und in Leitungspositionen in der Gesellschaft gelangen. Geplant ist, das Zentrum zu einem Fürsprecher für Frauenrechte, Frieden und Gerechtigkeit in der Region zu machen. Dadurch sollen sich die Lebensbedingungen der Frauen verbessern und ihre Rolle in der Gesellschaft nachhaltig verändert werden.

Mit Prof. Germaine Furaha leitet eine junge Professorin für Ökonomie das neue Zentrum, die bereits zwei junge Frauen für die ersten Forschungsprojekte gewinnen konnte. Das Difäm wird diese Arbeit inhaltlich begleiten und vorantreiben.

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Informationsmaterialien zum Kompetenzzentrum

Kontakt

Dr. Gisela Schneider
Dr. Gisela Schneider Director of DIFAEM Mohlstraße 26 72074 Tübingen Tel. +49/7071 704 90 17 Fax: +49/7071 704 90 39 schneider@difaem.de

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