
Arzneimittelhilfe: Für lebensnotwendige Medikamente sorgen
Millionen von Menschen haben keinen Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten. Deshalb leistet die Difäm-Arzneimittelhilfe konkrete Hilfe durch die Bereitstellung von Arzneimitteln und stärkt gleichzeitig pharmazeutische Strukturen vor Ort. Wir sind anerkannt als Zentrale Beschaffungsstelle gemäß Arzneimittelgesetz.
Beratung
Beratung ist eine wesentliche Aufgabe der Arzneimittelhilfe. Nicht nur die Projektpartner vor Ort, sondern auch hiesige Partnerschaftsgruppen, Hilfswerke oder Entwicklungsorganisationen können die Erfahrung der Mitarbeitenden nutzen für Informationen, zur Unterstützung bei eigenen pharmazeutischen Hilfsmaßnahmen oder für Beschaffungen durch die Arzneimittelhilfe. Leitlinien für Arzneimittelspenden >
Ihre Ansprechpartner: Albert Petersen und Barbara Matengu
Kalkulation und Beschaffung von Medikamenten
- unentbehrliche Arzneimittel in günstigen Großpackungen
- spezielle unentbehrliche Präparate z. B. gegen Krebs
- Labormaterial wie Mikroskope oder Reagenzien
- pharmazeutische Rohstoffe
- Ausrüstung zur Herstellung von Arzneimitteln
Haus- und Reiseapotheken
Für Fachkräfte der Entwicklungszusammenarbeit, die im Auftrag von gemeinnützigen Organisationen ausreisen, stellt die Difäm-Arzneimittelhilfe standardisierte Haus- und Reiseapotheken bereit. Zur Bestellung >
Pharmazeutische Kompetenz aufbauen
In vielen afrikanischen Gesundheitseinrichtungen gibt es keine pharmazeutischen Fachkräfte. Um eine Apotheke zu führen, sind grundlegende pharmazeutische Kenntnisse jeoch sehr wichtig. Die richtigen Medikamente in ausreichender Menge rechtzeitig, regelmäßig und preisgünstig zu beschaffen, ordnungsgemäß zu lagern und bestimmungsgemäß zu verwenden, ist unverzichtbar. Deshalb unterstützt die Arzneimittelhilfe die Fortbildung pharmazeutischer Fachkräfte und stellt pharmazeutische Fachliteratur für Partnerorganisationen bereit. Aktuelles Projekt in Malawi >
Förderung zentraler Beschaffungsstellen
Anders als früher steht heute der Süd-Süd-Transfer von Medikamenten im Mittelpunkt. So nehmen kirchliche Zentralapotheken in Kenia, Uganda oder Malawi heute Lieferaufträge der Arzneimittelhilfe entgegen, auch für den Versand in Nachbarländer. In anderen Ländern engagieren wir uns für den Aufbau und die Stärkung weiterer Zentralapotheken. Ebenso unterstützen wir die Produktion von Arzneimitteln vor Ort.
Qualitätssicherung
Ein großer Schwerpunkt liegt auf der Qualtitätssicherung. Zum Beispiel werden Analysen von Medikamenten in einem zertifizierten Prüflabor in Kenia gefördert. Darüber hinaus setzen wir uns für den Aufbau entsprechender Laboreinrichtungen in weiteren Ländern ein.
Bestimmungsgemäße Verwendung von Arzneimitteln
In mehreren afrikanischen Ländern unterstützen wir Projekte, die auf die steigende Gefahr der Antibiotikaresistenzen aufmerksam machen, Schulungen zu diesem Thema sowie die Ausstattung mit mikrobiologischen Labors zur Resistenzbestimmung.
Internationale pharmazeutische Lobby- und Vernetzungsarbeit
Das internationale Engagement der Arzneimittelhilfe zur Verbesserung der strukturellen und politischen Rahmenbedingungen ist wichtiger Bestandteil der Arbeit. Im Fachkreis Pharma des Aktionsbündnis gegen AIDS bringt die Arzneimittelhilfe ihre Expertise besonders im Bereich von Patenten und Zugang zu HIV-/ Aidspräparaten ein. Difäm ist Mitglied bei Health Action International und sehr aktiv im Ökumenisch- Pharmazeutischen Netzwerk (EPN) mit Sitz in Kenia. Dort arbeiten über 50 Mitgliedsorganisationen aus mehr als 30 Ländern mit dem Ziel zusammen, die pharmazeutische Versorgung armer und benachteiligter Menschen zu verbessern.
Links zu Partnerorganisationen
Ökumenisch-Pharmazeutisches Netzwerk EPN >
Links zu weiterführenden Informationen
African Christian Health Association Platform (ACHA-P) >
Guidelines for storage of essential medicines >
Health Action International Africa (HAI-A) >
International Drug Price indicator >
National medicines lists of essential medicines >
WHO list of essential medicines >
Downloads
Estimating drugs requirements >
Interagency Emergency Health Kit 2011 >
Ansprechpartner
Albert Petersen
Tel.: +49 7071 206-531
Fax: +49 7071 206-510
E-Mail: petersen.amh(at)difaem.de



