
Mehr Transparenz im Rohstoffhandel
Das Difäm unterstützt die EU-Kampagne der Micha-Initiative "Licht ins Dunkel - Mehr Transparenz im Rohstoffhandel". Es geht um EU-Richtlinien, die europäische bzw. an europäischen Börsen notierte Konzerne verpflichten, auf Länder- und Projektbasis offenzulegen, was sie an Entwicklungsländer zahlen, wenn sie sich Zugang zu Rohstoffen verschaffen. Mehr Transparenz könnte mehr Gelder für die Armutsbekämpfung freisetzen. Schreiben auch Sie eine Postkarte oder eine E-Mail an die EU-Ratspräsidentin und die deutschen MdEP im EU-Rechtsausschuss. Zur Kampagne>
Hintergrundinformationen zum Thema finden Sie hier:
Unterschriften an Bundestagsabgeordnete überreicht
Gottesdienstbesucher unterschreiben Initiative für Entwicklungszusammenarbeit
208 Unterschriften überreichten Difäm-Direktorin Gisela Schneider und Simone Helmschrott von der Tübinger Micha-Initiative am 17. November 2011 an die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz. Mit der Bundestagsabgeordneten Heikel Hänsel hatte am Tag zuvor ein Gespräch über Entwicklungszusammenarbeit stattgefunden. Die Unterschriften waren gesammelt worden, um beide zu mehr Engagement für die Entwicklungszusammenarbeit aufzufordern. Lesen Sie mehr >
Action for Global Health: Empfehlungen an das BMZ
Am 10. Mai hat in Berlin die diesjährige Action for Global Health-Konferenz stattgefunden. Im Nachgang wurde nun ein Schreiben an das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) veröffentlicht, das Empfehlungen gibt, damit weitere Fortschritte im Bereich der gesundheitsbezogenen Millenniumsentwicklungsziele erreicht werden können. Lesen Sie mehr >
Kampagne 'Abolish! Diskriminierende Gesetze gegen Flüchtlinge abschaffen'
Im März 2011 begann die bundesweite Kampagne 'Abolish! Diskriminierende Gesetze gegen Flüchtlinge abschaffen'. Ein breites Bündnis aus der Zivilgesellschaft unterstützt damit die Gesetzesentwürfe zweier Parteien, die eine Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes fordern. Dieses Gesetz wird in diesem Jahr im deutschen Bundestag diskutiert werden. Initiatoren der Kampagne sind Flüchtlinge, die gegen ihre Isolation in Lagern in ganz Deutschland protestieren, Flüchtlingsräte, die eine Konferenz von Flüchtlingen mit organisieren und viele weitere Unterstützer.
„Viele Gesetze in Deutschland verletzen die Würde von unschuldigen Flüchtlingen“, kritisiert Salomon Wantchoucou von der Flüchtlingsinitiative Möhlau. „Wir leiden unter der Diskriminierung, zum Beispiel durch Lagerunterbringung, Essenspakete oder –gutscheine, Residenzpflicht, Arbeitsverbote, Abschiebungen und staatlichen Rassismus“. Zusammen mit anderen Flüchtlingen und UnterstützerInnen initiierte er die Kampagne „Abolish discriminatory laws against refugees!“. Die Kampagne startete am 22.03.2011 mit einem bundesweiten Aktionstag, an dem in 20 Städten in 10 Bundesländern Protestaktionen stattfanden. Der Schwerpunkt des Aktionstages lag auf der Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG). Flüchtlinge und ihre UnterstützerInnen protestieren dagegen, da es für Lagerunterbringung, Sachleistungen wie Essenspakete und –gutscheine sowie eine minimale medizinische Notversorgung verantwortlich ist. Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen erklärte das AsylbLG für verfassungswidrig und legte es zur Überprüfung dem Bundesverfassungsgericht vor, berichten die Initiatoren der Kampagne. Die Fraktionen der Grünen und der Linken haben die Abschaffung des AsylbLG im Bundestag beantragt und auch die Bundesregierung arbeite an einer Reform. „Wir erleben derzeit einen historischen Moment: Das AsylbLG kommt nach 18 Jahren zum ersten Mal auf den Prüfstand und selbst seine Abschaffung liegt im Bereich des Möglichen“, erklärt Alexander Thal vom Bayerischen Flüchtlingsrat. „Wir werden mit unserer Kampagne dafür kämpfen, dass dieses diskriminierende Sondergesetz für Flüchtlinge endgültig abgeschafft wird!“ Informationen zur Kampagne finden Sie unter: www.kampagne-abolish.info
Difäm unterstützt entwicklungspolitischen Konsens
Seit über 40 Jahren gibt es das uneingelöste Versprechen der Industrienationen, 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens den Ärmsten der Armen zur Verfügung zu stellen. Auch die deutsche Regierung hat diese Absicht immer wieder bekräftigt, aber noch nie die entsprechenden Haushaltsmittel bereitgestellt. Am 25. Februar 2011 haben die entwicklungspolitischen Sprecher und weitere Politiker aller Bundestagsfraktionen einen gemeinsamen Aufruf unterzeichnet. Hierin fordern sie, dass Deutschland bis zum Jahr 2015 das 0,7 Prozentziel erreichen und die jährlichen Haushaltsmittel kontinuierlich aufstocken solle. Diese Initiative wird von vielen Nichtregierungsorganisationen sehr befürwortet. Auch das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (Difäm) unterstützt den gemeinsamen Aufruf.
Mehr über den aktuellen Stand der Initiative "Aufruf für einen entwicklungspolitischen Konsens" finden Sie auf deren Homepage www.entwicklungspolitischer-konsens.de >
Europa - Hände weg von unseren Medikamenten
Millionen Menschen in ärmeren Ländern sind auf kostengünstige generische Medikamente angewiesen, um am Leben bleiben zu können. Nun will die Europäische Kommission die Produktion, die Zulassung, den Transport und Export von Generika beschränken. Difäm unterstützt die Kampagne "Europa - Hände weg von unseren Medikamenten", die von "Ärzte ohne Grenzen" am 7. Oktober gestartet wurde. Helfen auch Sie und schicken Sie eine Nachricht an die Europäische Kommission.
Hintergrundpapier zum Thema von "Ärzte ohne Grenzen" (engl.) pdf >


