Friedensnobelpreisträger Dr. Mukwege zu Besuch im Difäm

Dr. Denis Mukwege erhielt den Friedensnobelpreis 2018 für seinen Einsatz für die Gesundheit und Rechte der Frauen in der Demokratischen Republik Kongo. Das Difäm begleitet ihn und unterstützt seine menschenrechtliche und medizinische Arbeit seit mehr als zwei Jahrzehnten. Am 23. und 24. Juni ist er zu Besuch bei uns in Tübingen und Stuttgart.

Langjähriger Projektpartner Dr. Mukwege zu Gast im Difäm

Herzliche Einladung

"Ihr könnt nicht nur etwas tun, ihr müsst etwas tun", sagte Dr. Mukwege bei seinem letzten Besuch in Tübingen. Sein Appell bezieht sich auf die endlosen Konflikte um die Rohstoffvorkommen im Osten der Demokratischen Republik Kongo und die Gewalt gegen Frauen als Kriegswaffe.

Der Kongo ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt. Verschiedene Gruppen kämpfen seit Jahren um die Kontrolle über Gold, Diamanten, Coltan und Kobalt. Interessenten an den Bodenschätzen gibt es weltweit genug: Investoren und Unternehmen brauchen Coltan und Kobalt für Handys, Computer und Autobatterien.

Gemeinsam mit Dr. Denis Mukwege wollen wir etwas tun. Wir wollen den Umgang mit Rohstoffen mit Industrie und Politik diskutieren und uns fragen, was wir als Konsumenten hierzulande für die und Frieden im Kongo tun können.

Hierzu laden wir und unsere Kooperationspartner Sie herzlich ein. Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit!

Ihre Dr. Gisela Schneider
Difäm-Direktorin

Veranstaltungen mit Friedensnobelpreisträger Dr. Mukwege

23.06.2019 | Jeder kann etwas tun! Unser Beitrag für Menschenrechte | Tübingen

23. Juni 2019, um 19 Uhr im Kupferbau, Hölderlinstraße 5, Tübingen

Jeder kann etwas tun! Unser Beitrag für Menschenrechte

Der Gynäkologe Dr. Denis Mukwege setzt sich für Frauenrechte und Frieden in der Demokratischen Republik Kongo ein. Aus­bildung von Fachkräften sowie die Behandlung und Stärkung von Frau­en sind im Panzi-Hospital in Bukavu wesentliche Ansätze.

Doch wie können wir uns hierzulande für eine star­ke Zivilgesellschaft, ein friedliches Miteinander, die Wahrung von Menschenrechten und das Ende der Gewalt gegen Frauen im Kongo einsetzen?

Nach dem Vortrag von Dr. Denis Mukwege und einer Ge­sprächsrunde mit folgenden Gästen haben Sie die Möglichkeit, Fragen an den Träger des Friedensnobelpreises zu stellen:

  • Dr. Denis Mukwege, Panzi-Hospital, DR Kongo
  • Dekanin Elisabeth Hege, Evangelischer Kirchenbezirk Tübingen
  • Dr. Christopher Gohl, Koordinator Lehre, Weltethos-Institut
  • Jonas Weinert, Menschenrechtswoche Tübingen

Difäm-Direktorin Dr. Gisela Schneider moderiert die Veranstaltung. Der Eintritt ist kostenfrei.

24.06.2019 | E-Mobilität und der Kampf um Rohstoffe | Stuttgart

24. Juni 2019, um 18 Uhr in Stuttgart

E-Mobilität und der Kampf um Rohstoffe

Der Handel mit wertvollen Rohstoffen ist Quelle für Korruption und Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo. Neben Coltan treibt die Beschaffung von Kobalt und Co. aufgrund steigender Nachfrage nach Elektromobilität die Automobilindustrie um. Der Kongo ist weltweit der größte Kobalt-Lieferant.

Wir wollen das Thema mit Vertretern aus Industrie und Politik diskutieren: Was kann die Automobilbranche für mehr Transparenz und bessere Kontrollen in den Lieferketten tun? Und wie kann politische Einflussnahme wirtschaftliche Strukturen verbessern und Menschenrechte stärken?

Referent*innen

  • Dr. Denis Mukwege, Panzi-Hospital, DR Kongo
  • NA
  • NA
  • NA


Die Veranstaltung ist kostenfrei.

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Die Arbeit von Dr. Denis Mukwege hinterlässt überall im Ostkongo ihre Spuren. Junge Mediziner werden in seiner Klinik zu Fachärzten ausgebildet und geben ihr Wissen weiter. Auch Dr. Claude l´Dringi aus Bunia hat bei ihm operieren gelernt und selbst bereits 40 Frauen mit Scheidenfisteln operiert.

In Europa gehören Scheidenfisteln seit der Einführung von Schwangerenvorsorge, Entbindungen im Krankenhaus und Kaiserschnitt der Vergangenheit an. Weltweit leiden jedoch noch immer zwei Millionen Frauen...

Die Arbeit von Dr. Denis Mukwege hinterlässt überall im Ostkongo ihre Spuren. Junge Mediziner werden in seiner Klinik zu Fachärzten ausgebildet und geben ihr Wissen weiter. Auch Dr. Claude l´Dringi aus Bunia hat bei ihm operieren gelernt und selbst bereits 40 Frauen mit Scheidenfisteln operiert.

In Europa gehören Scheidenfisteln seit der Einführung von Schwangerenvorsorge, Entbindungen im Krankenhaus und Kaiserschnitt der Vergangenheit an. Weltweit leiden jedoch noch immer zwei Millionen Frauen an den Verletzungen im Genitalbereich. Fehlende Geburtshilfe, frühe Schwangerschaften und sexuelle Gewalt sind auch im Kongo für Fisteln verantwortlich. Sie verursachen Schmerzen und Inkontinenz. Die Betroffenen werden oft verstoßen und leben isoliert.

Das Difäm fördert die Arbeit durch die Finanzierung von Fisteloperationen und Hygienesets für die Patientinnen. Auch unterstützt das Difäm kirchliche Gesundheitseinrichtungen durch Ausstattung  und Medikamente ebenso wie die Weiterbildung der medizinischen Fachkräfte.


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Anna Buck
Anna Buck Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Online-Redaktion Mohlstraße 26 72074 Tübingen Tel. 07071 7049030 Fax: 07071 7049039 buck@difaem.de